Idral auf dem Fuorisalone 2026: Wenn professionelle Armaturen auf zeitgenössisches Design treffen
Interview mit Riccardo Poletti im Vergari Showroom, Brera Design District
Vom 20. bis 26. April hat Idral seine Armaturen ins Herz des Fuorisalone Milano gebracht — in den Showroom Vergari, Via Lovanio 5, im Brera Design District. Nicht eine einfache Produktschau, sondern eine präzise Aussage: Die professionelle Armatur ist ein Gestaltungs- und Designelement, kein bloßes Zubehör.
Wir haben Riccardo Poletti, den kaufmännischen Leiter von Idral Spa, getroffen, um uns den Sinn dieser Teilnahme, die präsentierten Produkte und die Vision, die das Unternehmen leitet, erläutern zu lassen.
Professionelle Armaturen und Fuorisalone: ein möglicher Dialog
Die Frage liegt nahe: Was macht ein Unternehmen für technische Armaturen in einem Kontext, der dem Avantgarde-Design gewidmet ist? Für Riccardo Poletti ist die Antwort klar.
„Es bedeutet, professionelle Armaturen in einen hochwertigen Designkontext zu bringen. Wir möchten beweisen, dass ein technisches Produkt mit zeitgenössischem Design und zeitgenössischen Projekten in Dialog treten kann. Und der Fuorisalone bietet uns genau diese Möglichkeit."
Diese Positionierung wird noch deutlicher, wenn wir ihn bitten, die Philosophie von Idral in einem Satz zusammenzufassen, wie er es gegenüber einem Architekten täte, der das Unternehmen nicht kennt.
„Wir entwerfen Armaturen, in denen Ästhetik, Ergonomie, Technologie und Leistung harmonisch zusammenwirken. Jedes Idral-Produkt ist dafür geschaffen, sich in das architektonische Projekt zu integrieren."
Vier Begriffe — Ästhetik, Ergonomie, Technologie, Leistung — die kein Slogan sind, sondern ein Gestaltungskriterium. Und die in den in Brera ausgestellten Produkten konkrete Gestalt annehmen.
Vom konkreten Bedarf zum fertigen Produkt
Bevor wir auf die einzelnen Produkte eingehen, haben wir Riccardo Poletti gebeten, uns zu erklären, wie bei Idral eine neue Armatur entsteht. Die Antwort offenbart eine Methode, die von Beobachtung ausgeht, nicht von abstrakter Inspiration.
„Es entsteht immer aus einem konkreten Bedarf. Manchmal gibt ihn uns der Markt vor, manchmal identifizieren wir ihn selbst, indem wir kollektive Räume und die Art, wie Menschen sich darin bewegen, beobachten. In beiden Fällen ist der Ausgangspunkt immer konkret: ein Bedarf, der durch ein funktionales Ergebnis erfüllt werden soll."
Dieser Ansatz spiegelt sich in den auf dem Fuorisalone präsentierten Produkten wider, von denen jedes als Antwort auf einen spezifischen Bedarf entstanden ist: von berührungsloser Hygiene bis zur integrierten Verwaltung öffentlicher Waschräume, von der Beständigkeit in extremen Umgebungen bis zur Innovation in der Küche.
Design als Schnittpunkt von Ästhetik und Ingenieurwesen
Wie wichtig ist Design in einem Unternehmen, das seinen Ruf auf technischen Armaturen aufgebaut hat? Für den kaufmännischen Leiter von Idral ist es kein Mehrwert, sondern ein strukturelles Element.
„Design ist bei Idral zentral — es ist der Schnittpunkt zwischen Ästhetik und Ingenieurwesen. Die Serie OTTO von Luca Papini ist der Beweis: Die schlanke, abgerundete Abdeckung im Gleichgewicht mit den Proportionen des Gehäuses ist das Ergebnis der vom Designer angestrebten Reinheit der Linie und der notwendigen Wartungsfreundlichkeit. Das Ergebnis ist ein schönes und zugängliches Produkt."
Die Serie OTTO, auf dem Fuorisalone ausgestellt, ist die Verkörperung dieses Prinzips: sieben verfügbare Oberflächen, inspizierbare zweifarbige Abdeckung zur vereinfachten Wartung, Infrarotsensor und automatischer Anti-Legionellen-Zyklus. Eine Armatur, die mit der Architektur von Räumen in Dialog tritt, ohne auf eine der im professionellen Kontext geforderten Leistungen zu verzichten.
LK01: Die elektronische Armatur zieht in die Küche ein
Zu den in Brera präsentierten Neuheiten gehört LK01 — Luca Kitchen 01, ebenfalls von Luca Papini entworfen — der Idrals Einstieg in bislang unerschlossenes Terrain markiert: elektronische Armaturen für die Haushaltsküche.
„LK01 eliminiert durch die berührungslose Fotozellenöffnung den Handkontakt mit der Armatur und ermöglicht die Optimierung des Wasserverbrauchs. Das Wasser fließt nur, wenn es gebraucht wird — ich öffne und schließe es mit einer Geste. So kann ich die Armatur als Hilfsmittel in der Heimküche nutzen, und es hilft mir, die Hände frei und sauber zu halten."
Acht Monate Forschung und Entwicklung haben eine Armatur mit progressiver Kartusche hervorgebracht — die immer mit kaltem Wasser beginnt, für echte Energieeinsparungen —, verfügbar in zwei Versionen (Schwenkauslauf und ausziehbare Brause), acht metallischen Oberflächen und Netz- oder Batteriebetrieb. Das umgekehrte „L"-Design macht sie sofort wiedererkennbar: ein Objekt, das in die Küche dieselbe gestalterische Sorgfalt bringt, die Idral auf kollektive Räume anwendet.
Das neue 4all: Designsynthese, Hygiene, Integration
Der andere Star der Ausstellung ist die neue Version des 4all-Systems, das integrierte Modul, das Wasser, Seife und Trocknung an einem einzigen Punkt vereint. Poletti benennt präzise dessen drei grundlegende Merkmale.
„Die drei wichtigsten Merkmale dieses neuen Projekts sind sicherlich: Designsynthese, eine Funktion, die maximale Hygiene ermöglicht, und eine integrierte Lösung, die Wasser, Seife und Trocknung bereitstellt. Für den Planer, der diese Idral-Lösung wählt, bedeutet es, nur einen einzigen Installationspunkt vorzusehen. Für denjenigen, der die Wartung übernimmt, nur ein einziges Modul zu verwalten. Heute auf dem Fuorisalone präsentieren wir diese neue Version mit überarbeiteter Ästhetik."
Ein System, das ein Prinzip, das denjenigen wichtig ist, die stark frequentierte Räume planen, in die Praxis umsetzt: weniger Installationskomplexität, weniger zu verwaltende Flächen, mehr Hygiene. Von den Waschräumen der Flughäfen bis zu denen der Schulen reduziert das 4all die Eingriffspunkte, ohne auf Qualität der Nutzungserfahrung zu verzichten.
Komplexität als tägliche Herausforderung
Mit Blick auf die Zukunft: Was ist die größte Herausforderung, vor der Idral steht? Polettis Antwort benennt nicht ein einzelnes Hindernis, sondern eine strukturelle Bedingung des Marktes.
„Die Komplexität der Anforderungen. Heute verlangen sie von uns Ästhetik, Wassereinsparung, Vandalismusresistenz, Anti-Legionellen-Konformität und einfache Installation. Idral vereint all das in seinen Produkten."
Eine Komplexität, die keine Vereinfachungen zulässt: Jedes Kriterium ist unabdingbar, und der Wert eines Produkts bemisst sich an der Fähigkeit, sie alle gleichzeitig zu erfüllen. Idrals Antwort ist kein Kompromiss, sondern eine Ingenieursleistung, die jede Anforderung bereits in der Planungsphase integriert.
Was Idral auszeichnet
Zum Abschluss des Interviews die direkteste Frage: Was macht Sie anders? Riccardo Poletti antwortet ohne Zögern, mit der Sicherheit eines Menschen, der die Identität seines Unternehmens genau kennt.
„Italienisches Designprodukt, Innovation, Zuverlässigkeit und Vor- und Nachverkaufsservice."
Vier Säulen, die die Geschichte eines italienischen Unternehmens mit über sechzig Jahren Geschichte erzählen, das sich weiterzuentwickeln vermag, ohne seine Identität zu verlieren. Vom technischen Produkt für Gesundheitsumgebungen bis zur Designarmatur für die Hotellerie, von der Haushaltsküche bis zu Außenbereichen: Idral bringt in jeden Kontext dieselbe Kombination aus Ingenieurwesen, Ästhetik und Zuverlässigkeit.
Die Teilnahme am Fuorisalone 2026 war für Idral keine Kommunikationsmaßnahme, sondern ein Positionierungsakt. Professionelle Armaturen nach Brera zu bringen bedeutet, zu bekräftigen, dass das technische Produkt im zeitgenössischen Planungsdiskurs gleichwertige Würde besitzt. Und die ausgestellten Produkte — von der Serie OTTO über das 4all-System, von LK01 bis zur I84N0-Serie aus Edelstahl AISI 316L — sind der beredteste Beweis dafür.
Möchten Sie die auf dem Fuorisalone präsentierten Produkte entdecken? Besuchen Sie www.idral.it/de oder kontaktieren Sie unser Team für eine individuelle Beratung zu Ihrem Projekt.